04 Februar 2006

 

Denners dubiose Preispolitik

Bei Denner scheinen die Preise im Wochentakt runter, rauf und dann wieder runter zu gehen.

Nach dem Aldi-Start wurden zahlreiche Produkte günstiger, kurze Zeit später wieder teurer und dann wurden einige Produkte wieder günstiger. Das Mineralwasser kostet z.B. wieder 1.95 Franken, die Taschentücher (30x10Stück) 2.25 Franken (früher 2.45 Franken, dann 1.95 Franken). Man kann nun gespannt sein, wie lange es dauern wird, bis Denner auf die Offensive von Carrefour reagiert. Wahrscheinlich dauert es noch einen Moment, denn einige Produkte wurden bei Migros auch günstiger, ohne das Denner reagiert hat. Zum Beispiel Kosmetiktücher 150 Stück in einer Kartonschachtel (1.10 Franken bei Migros M-Budget).

Denner scheint die Preiselastizität zu testen, d.h. es wird analysiert, wie viel mehr oder weniger Denner mit geänderten Preisen verkauft.
 

Carrefour bemerkt Aldis Markteintritt und lanciert Tiefpreis-Aktion

Mehr als drei Monate nach dem Start von Aldi in der Schweiz hat nun anscheinend auch Carrefour den Start von Aldi mitgekriegt. Auf rund 75 Produkte will Carrefour den günstigsten Preis der Schweiz anbieten und den Preis täglich mit demjenigen der Konkurrenz vergleichen. Das Ganze ist etwas irritierend, da Carrefour bereits die Billiglinie "Numero 1" und zudem die Tiefpreis-Garantie auf 4000 Markenartikel gibt. Die meisten der 75 Produkte sind denn auch Produkte der Billiglinie "Numero 1", daneben auch Produkte der Carrefour-Eigenmarke oder Markenartikel wie z.B. Coca Cola.

Einige Beispiele: 15 x 10 Taschentücher für 95 Rappen, Mineralwasser 6x1.5l für 1.90 Franken, Confilux-Konfitüre für 1.30 Franken bzw. 1.50 Franken oder Senf 200g für 70 Rappen.

Bei Aldi kosten z.B. 6x1.5l Mineralwasser 1.74 Franken, also bedeutend weniger.
 

Unfreundlicher Coop-Megastore

Ich war nicht nur in einem Schweizer Aldi sondern auch im Wankdorf-Center. Unter dem Wankdorf-Stadion gibt es ein grosses Einkaufszentrum, u.a. mit einem Coop Megastore, einem XXL-Interdiscount, der Modekette Zara und kleineren Geschäften wie Weltbild, Ex Libris oder Tchibo.

Insgesamt war der Besuch enttäuschend. Die Gestaltung der meisten Läden war freundlich, sogar der Cablecom-Verkaufstyp im Interdiscount akzeptierte als man mit der Hand abwinkte, als er beginnen wollte, etwas zu verkaufen. Dies ist für die Cablecom-Belästungs-Verkauf-Verlierer-Typen selten.

Die grosse Enttäuschung war jedoch der Besuch des Megastores. Richtige Fabrikathmosphäre. An der Decke dicke Rohre, sehr grelles, unfreundliches Licht, zehn Meter lang ein einziges Produkt, dann wieder zehn Meter lang das nächste Produkt. Wenn ich es richtig verstanden habe, sollen die Megastores die Flagschiffe der Coop-Gruppe im Lebensmittelhandel sein. Ich finde normale Verkaufsstellen jedoch freundlicher (und selbst der Aldi ist freundlicher eingerichtet) als dieser Megastore. Weiss nicht, ob andere Filialen auch so schleusslich sind, aber diese Filiale ist echt eine Zumutung. Kein Wunder, dass so wenig Leute im Laden gestanden haben und ich den Laden umgehend wieder verliess, ohne etwas zu kaufen.
 

Besuch im Aldi

Zum ersten Mal in einem Schweizer Aldi. Ich war von der Auswahl, dem Sortiment und den Preisen überrascht. Ausserdem ein grosser Teil des Ladens (wahrscheinlich 1/3) enthielt frische Früchte und Gemüse. Klever: Aldi hat von zahlreichen Produkten verschiedene Varianten, zählt diese jedoch als ein Produkt. Dadurch kann Aldi wesentlich mehr als die 700 Artikel bieten. Zahlreiche Preise sind niedrig, einige bewegen sich im Niveau von M-Budget und Prix Garantie.

Ich freue mich auf jeden Fall darauf, wenn der Aldi in unserer Region starten wird.

20 November 2005

 

Denner: Preise runter - und zwei Wochen später wieder rauf

Am 29. Oktober hat najasuisse über die Preissenkungen von Denner berichtet. Knapp zwei Wochen später sind zahlreiche Produkte wieder teurer geworden: Das günstigste Mineralwasser kostet nun 2.45 Franken (statt 1.95 Franken), das Multipack Papiertaschentücher 2.45 Franken (statt 1.95 Franken), der Rasierschaum 1.95 Franken (statt 1.65 Franken).

Bei anderen Produkten - wo die Preise kürzlich gesenkt worden sind - wie Knäckebrot, Duschmittel oder Handseife gab es keine Änderungen.
 

Swisscom unterschätzt menschliches Hirn

Inserat in der heutigen Sonntags-Zeitung von Swisscom: "Speichert mehr als ein Hirn". Beworben wird der TV300 Harddisc-Recorder von Bluewin.

Wahrscheinlich hat Swisscom nicht mitbekommen, dass ein menschliches Hirn unendlich viel speichern kann. Mehr als die 200 Gigabyte, die der Festplatten-Recorder bietet.

 

Berner Regierung gegen Cablecom

Die Berner Regierung hat Cablecom gebeten, den französischen TV-Sender France 3 wieder normal auszustrahlen. Cablecom hat France 3 wie auch andere Programme vor einem Jahr abgeschaltet. Nur noch Kunden, die den Wucherpreis von 45 Franken pro Monat bezahlen und sich für eine Schrott-Setup-Box entscheiden, können das Programm weiterhin empfangen.

najasuisse meint: Endlich merken auch die Politiker, was Sie mit dem Verkauf von öffentlichen Kabelnetzen an die Kapitalisten angerichtet haben. Die Kunden erhalten immer weniger und sollen zusätzlich immer mehr bezahlen.

Es wird Zeit, den Kabel-TV-Markt besser zu regulieren und die Cablecom an die kurze Leine zu nehmen.

 

Endlich berichtet jemand über die Teleclub-Diskriminierung durch Cablecom

Endlich haben auch die Medien gemerkt, dass Cablecom die Teleclub-Kunden diskriminiert. Zumindest berichtet die werbefreie Konsumentenzeitschrift saldo - werbefinanzierte Medien hingegen nicht, wahrscheinlich sind die Werbeeinnahmen von Cablecom zu hoch - endlich darüber.

Teleclub hat das Programmangebot von 12 auf 17 Programme erhöht. Pech hat nur, wer gezwungen ist, die TV-Programme über Cablecom zu beziehen. Es werden nämlich weiterhin nur 12 Teleclub-Programme ausgestrahlt. Kein Wunder: Cablecom will lieber, dass sich die Kunden für ihr unattraktives, überteuertes Digital-TV-Angebot in miserabler Qualität entscheiden. Und ausserdem ist Erzfeind Swisscom an Teleclub beteiligt.

Es wird Zeit, dass Swisscom endlich mit einem eigenen TV-Angebot starten wird.
 

Apple, Dell und Sony bieten guten Service

Die Zeitschrift saldo berichtet über eine Untersuchung der englischen Konsumentenzeitschrift "Which". In der Gesamtbewertung schneidet Apple mit 89% am besten ab. Dell (75%) und Sony (66%) folgten. Die %-Zahl sagt, wieviele Käufer die Marke einem Freund weiterempfehlen würden. Schlechter platzierten sich HP (51%), Fujitsu Siemens (45%), IBM (44%) und Compaq (43%), Acer (39%) und Packard Bell (28%.).

Die Umfrage ergab auch, dass Computer anfällig sind. Selbst bei den Branchenbesten Apple, Dell und HP muss jeder zehnte Computer im ersten Jahr in die Reparatur-Werkstätte. Bei Compaq sind es 16%, bei Acer gar 19%.

29 Oktober 2005

 

Denner senkt zahlreiche Preise

Wahrscheinlich ist Denner nervöser als offiziell zugegeben wird. Zumindest wurde zum Zeitpunkt des Aldi-Eintritt zahlreiche Produkte gesenkt.

Die Packung Waschmittel kostet neu 10.95 Franken, das sind vier Rappen weniger als bei Aldi. Der Preis für eine Cola-Flasche wurde von 1.25 Franken auf 1 Franken gesenkt. Die Preise für Zahnpasta (125 ml) und Senf (200g) reduzierten sich von 95 Rappen auf 75 Rappen. Bisquits wurden günstiger, das Duschmittel, Teigwaren, Rasierschaum ebenfalls. Und sicherlich noch zahlreiche weitere Produkte.

Ein Drittel günstiger wurde Knäckebrot: Nun werden 95 Rappen für die 250g Packung fällig, bisher 1.45 Franken. Anfangs Jahr verlangte Denner für den gleichen Artikel noch 1.95 Franken. Der Preis hat sich also innerhalb eines Jahres halbiert.

Auch der Preis für Mineralwasser befindet sich im freien Fall. Aldi nimmt 2.10 Franken für sechs 1.5 Liter Flaschen. Denner verlangt 1.95 Franken, allerdings nur Mineralwasser mit Kohlensäure.
 

Aldi ist gestartet

Am letzten Donnerstag wurden die ersten vier Schweizer Aldi-Filialen geöffnet. Die Preise sind nicht so tief, wie erwartet. Meistens ist man nur einen oder einige wenige Rappen günstiger als die anderen Anbieter.

Einige Beispiele:
Butter 250 g 2.69 Franken
Joghurt nature 500 g 89 Rappen
Mineralwasser, 6 Flaschen zu 1.5 Liter 2.10 Franken
1 Kilo Bananen 99 Rappen
1 Kilo Blumenkohl 1.39 Franken

Lediglich bei Gemüse und Obst ist Aldi substantiell günstiger. Es ist schliesslich bekannt, dass die Margen bei Gemüse und Obst in der Schweiz sehr hoch sind. Vielleicht gibt sich Aldi mit einer geringen Marge zufrieden.

Alles in allem sind die Aldi-Preise jedoch eine Enttäuschung.

16 Oktober 2005

 

Aus für "Nur-Fairtrade-Bananen"

Im Februar 2004 hat Coop die "normalen" Bananen aus dem Sortiment genommen. Die Kunden können seither nur noch Max Havelaar und Max Havelar Bio-Bananen kaufen. Eine gute Sache: Die Bäuerinnen und die Arbeiterinnen auf den Feldern erhalten einen faireren Lohn und eine Fair-Trade-Prämie.

Offensichtlich ist der Marktanteil von Coop bei den Bananen zurückgegangen oder Coop hat Angst vor Aldi. Auf jeden Fall gibt es jetzt auch wieder normale Bananen, wo Weltmarktpreise bezahlt werden. Schade, dass ein Unternehmen wie Coop mit einem ökologischen Gewissen nun wieder Bananen verkauft, die nicht unter fairen Bedingungen produziert worden sind.
 

Aldi kommt bereits übernächste Woche

Am 27. Oktober 2005 wird Aldi in Alternrhein, Amriswil, Gebenstorf und Weinfelden ihre ersten vier Schweizer Filialen eröffnen. Man darf gespannt sein, welche Preise Aldi bieten wird. In den Aldi-News (Werbeprospekt von Aldi) sind erstaunlich oft frisches Obst und Gemüse abgebildet. Aus den abgebildeten Tragtaschen schaut fast nur Obst und Gemüse. Fast könnte man meinen, Aldi sei ein Gemüseladen.

Das Sortiment und die Preise sind noch nicht bekannt.

Folgendes Sortiment ist jedoch bekannt.
Belmont = Kaffee
Tandil = Waschmittel
Choceur = Schokolade
Desira = Joghurts, Quarks, Desserts
Lacura = Hautpflegelinie
Almare = Tiefkühlfisch
Duo'r = Frischkäse, Emmentaler
Reggano = Pasta
rio d'oro = Fruchsaft
Romeo = Hundefutter
Shadu = Katzenfutter
Grandessa = Glace, Marmelade
Choco Bistro = Bisquits
Friscodent = Zahnpasta
Solo = WC-Papier
Westcliff = Tee
Cucina Mobile = Frische Teigwaren

Man darf gespannt sein, ob die Schweizerinnen und Schweizer Aldi mögen werden.

08 Oktober 2005

 

Casino Carrefour

Gestern im Carrefour: Wenn man bestimmte Artikel im Carrefour kauft, erhält man einen Jeton. Nach dem Bezahlen kann man den Jeton in einer Art Glücksautomat stecken. Und wenn man Glück hat, kann man etwas gewinnen.

Wenn man jedoch die Leute am Glücksautomat beobachtet, gibt es meistens Nieten oder einen kleinen Trostpreis.

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